FAQ


Wer kann Karate praktizieren?

Kinder sind in der Regel zwischen fünf und sechs Jahren reif genug, um mit dem Karate-Training zu beginnen. Bei erwachsenen Frauen und Männern ist das Einstiegsalter nach oben offen.

Wichtig ist die geistige Gesundheit. Eine schlechte Fitness ist kein Hinderungsgrund, wenn man mit dem Karate-Training beginnen möchte. Im Gegenteil: Man wird fit durch regelmässiges Karate-Training. Die Karate-Bewegungen haben eine nahe Beziehung zu den Meridianen, so dass durch das Ausführen der Karate-Bewegungen der Körper gleichgeschaltet wird.

Ob Karate trotz körperlicher Probleme trainiert werden kann, muss individuell abgeklärt werden. Gewisse Anpassungen sind möglich.

Karate für Frauen und Männer

Das Erwachsenen-Training

Man ist so alt, wie man sich fühlt.

Möchtest du vital und selbstbewusst dem älter werden entgegentreten?
Das gesundheitsorientierte Karatetraining bietet dir die Möglichkeit dazu!

Das vielseitige Karatetraining fördert die körperliche und geistige Vitalität. Aus diesem Grund ist es für untrainierte Anfänger, selbst im fortgeschrittenen Alter, hervorragend geeignet.

Gleichgewicht, Geschicklichkeit, Spannkraft und Reaktionsschnelligkeit werden geschult. Zudem fördert der anspruchsvoll gestaltete Unterricht ganz schön viel
Kopfarbeit, denn in jedem Kurs muss man sich neuen mentalen  Herausforderungen stellen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Entwicklung eines guten und starken
Selbstwertgefühls. Dies wird durch das Kennen einer der wirkungsvollsten
Selbstverteidigungsarten gefördert. Zu all dem kommt der soziale Aspekt, in einer
Gruppe gemeinsam dieselben Interessen zu verfolgen und die Geselligkeit zu erleben. 


Kinderkarate

Das Kindertraining

Die Kinder im Karateschule „AS“profitieren von einem abwechslungsreichen durchgeführten Karate-Training. Oberste Priorität ist der Spass am Karate, der Spass am Training. In der Bonsai-Gruppe, wo die jüngsten Karateka trainieren, steht Spass ganz klar im Vordergrund. Spielerisch lernen die Kinder durch ausgesuchte Gruppenspiele für das Karate so wichtige Eigenschaften wie etwa Koordination, Schnelligkeit und Konzentration, auch wenn Letzteres zu Anfang noch eine eher untergeordnete Rolle spielt. Gleichzeitig werden ihnen aber bereits gezielt Respekt, Disziplin, Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und der wichtige Gedanke des Miteinanders beigebracht, alles unabdingbare Charaktereigenschaften späterer Karateka-Meister.

Übrigens, die Kindertrainings können von Eltern auch gerne besucht werden. Die Kinder bei deren Karatetraining beobachten, ermöglicht einen guten Einblick in die Arbeit, die mit den Kindern beim Training geleistet wird, ausserdem ist es etwas Besonderes, die Freude der Kinder beim Training selbst zu erleben.

Karate soll mehr sein, als nur Bewegung für den Körper, mehr sein als nur Fitness, mehr sein als nur Wettkampf, mehr sein als nur Selbstverteidigung, Karate soll den Charakter zu einem wertvollen Menschen bilden, der für sich und wo nötig und gefordert auch für andere die richtigen Prioritäten im Leben setzen kann, der Verantwortung übernimmt, dem Freundschaft und Gemeinsamkeit von grösster Bedeutung sind, dem Disziplin und Ausdauer eigen und Respekt und Höflichkeit oberste Prinzipien sind. Karate-Do ist für Körper und Seele von grosser Bedeutung, denn wer in sich selbst eins ist, lebt nicht im Zwiespalt und im Unfrieden mit seiner Umwelt. Dies ist insbesondere für junge Menschen ein geeigneter Weg, zu sich selbst zu finden und schliesslich mit einem gestärkten Charakter hinaus ins Leben zu gehen. Da Karate wie alles, was zum Fortschritt führt, ein lebenslanges Lernen mit sich bringt, ist Karate aber auch für Erwachsene ein guter Weg, sich im Leben weiterzuentwickeln, unabhängig vom Alter oder von der körperlichen Verfassung.

Muss ich im Karate unbedingt kämpfen?

Das Üben der Block- und Konterangriffstechniken mit dem Partner ist im Karate-Training unerlässlich. Nur so kann sich die Wirksamkeit der Technik entwickeln. Diese Partnerübungen werden Schritt für Schritt systematisch aufgebaut, so dass auch Leute mit hoher Hemmschwelle kämpfen lernen können. Der Schwerpunkt des Trainings (ausser bei der Wettkampf-Gruppe) liegt jedoch in der Grundschule.

Die Teilnahme an Wettkämpfen ist für Kinder und Jugendliche absolut freiwillig.



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Wozu der Karate-Pass / die Lizenzmake?

Durch den Verbandsanschluss bei der Swiss Karate Federation (SKF) sind wir verpflichtet, für alle unsere Mitglieder einen Karate-Pass auszustellen und jährlich eine Lizenzmarke zu lösen.

Im Karate-Pass werden alle Prüfungen offiziell bestätigt. So ist gesichert, dass bei einem Klub-Wechsel (auch ins Ausland) der Gürtelgrad auch im neuen Klub anerkannt wird.

Die Lizenzmarke wird jährlich in den Karate-Pass eingeklebt. Ihr Erlös kommt der Förderung des Karate-Sports zugute: Trainer- und Funktionärs-Ausbildung, Nationalmannschaft und Infrastruktur werden damit finanziert.

Im Gegenzug bringt die Mitgliedschaft bei der Swiss Karate Federation auch den Karateka Vorteile:

  • Anerkennung aller öffentlichen Institutionen, die mit Bund, Kanton oder Gemeinde in Verbindung stehen.
  • Zugang zu verschiedenen Ausbildungsmodulen des Bundes


Seid ihr einem Verband angeschlossen?


Wir sind Mitglied der Swiss Karate Federation SKF (früher SKV). 1970 gegründet umfasst die SKF heute 245 Karateschulen und rund 14'000 Mitglieder. 1986 wurde die SKF in den Schweiz. Landesverband für Sport SLS aufgenommen. 1995 wurde sie Trägerverband für Jugend+Sport.

Ein wichtiges Kriterium zur Aufnahme in J+S war, dass der Niederschlag im Wettkampfsystem nicht erlaubt ist (olympischer Grundsatz „respect mutuel": Gegenseitige humane und zivile Anerkennung der wettstreitenden Sportler als menschliche Wesen).

Die SKF ist der EKF (European Karate Federation) und WKF (World Karate Federation) angeschlossen. Beides sind die europa- resp. weltgrössten Allstil Karate-Verbände. Die EKF zählt 53 Landesverbände, die WKF 182.

Es ist für Aussenstehende nicht einfach den Überblick bei den vielen Karateschulen zu behalten. Es gibt viele andere Karate Verbände, keine erreicht aber auch nur annähernd die Grösse und das Niveau der SKF. Wer wissen will, ob eine Karateschule der Swiss Karate Federation angeschlossen ist, kann sich unter http://www.karate.ch/index.php?page=90&submenu=178 informieren.

Die Swiss Karate Federation ist Mitglied von Swiss Olympic, dem Dachverband der Schweizer Sportverbände (olympische und nicht-olympische Sportarten) und somit einer strengen ethischen und gesundheitlichen Kontrolle unterzogen.

www.karate.ch

Macht Karate aggressiv?

Eine im August 2009 erschienene Studie über Jugenddelinquenz im Kanton St. Gallen, machte in den Medien Schlagzeilen: Kampfsport fördere die Gewaltbereitschaft, hiess es. Link zur dieser Studie:
http://www.rwi.uzh.ch/lehreforschung/alphabetisch/killias/JugenddelinquenzSG.pdf

Bei dieser Studie wurde trotz grosser Unterschiede nicht zwischen den verschiedenen Kampfsportarten unterschieden. Um die Frage zu beantworten, veröffentlichen wir hier einen Auszug aus dem Vortrag von Lucio Carraro, dipl. Psychotherapeut, anlässlich der Tomokai Trainerfortbildung am 29.1.2011.
 

Aggressivität ist eine Urkraft, in der Vitalität und Produktivität wurzeln und entstehen. Diese aggressiven Energien sind zu erziehen, d.h. herauszuholen und in Kreatives umzuwandeln. Weder offenes Ausleben noch Verbieten sind daher der Schlüssel zum Umgang mit Aggressivität. Unterdrückte Gewalt entfesselt um so schlimmer Kräfte. So gesehen ist Aggressivität auch der Impuls zur Selbstbehauptung: Das Angehen von Hindernissen und Schwierigkeiten, eine positive Kraft.

Demzufolge ist die richtige und wichtige Frage: Was machen mit der Aggressivität? Wie mit dieser Urkraft, Quelle des Destruktiven aber auch gleichzeitig des Schöpferischen, umgehen?

Karate als Kampfkunst bietet ein Modell, wie man mit Gewalt / Aggressivität sinnvoll und schöpferisch umgehen kann:

1.      Aggressivität annehmen: Die Aggressivität wird akzeptiert. Die Philosophie und die Struktur der Karate tolerieren jedoch nie die krasse Manifestation. Hingegen wird Aggressivität verarbeitet und in einen Wandlungsprozess geleitet. Durch die gezielte Körpertätigkeit im Karate-Training (vor allem die Kombination von Bewegung und Atmung) wird, statt die gehemmte unterschwellige Aggressivität und Wut weiter zu verdrängen, die Aggressivität zur ursprünglichen Quelle der Energie zurückgeführt. Hier kann sie als Urkraft erlebt werden und durch den Wandlungsprozess zur Selbstentfaltung und zum Aufbau eines stabilen Selbstwertgefühls führen.

2.      Aggressivität wird in ihrer umfänglichen Bedeutung erlebt:
Begegnen - sich wahrnehmen in der Begegnung - das eigene Durchsetzungsvermögen wahrnehmen und entwickeln - Selbstbehauptung.
Dies geschieht ohne den anderen annullieren zu wollen, weil sonst die Möglichkeit der Auseinandersetzung verloren geht und damit die Möglichkeit der Selbstentwicklung. Dadurch wird das Integrieren des eigenen Schattens erzielt, denn man lernt, den "inneren Feind" zu bekämpfen.

3.      Dann wird Karate zum Ort des Erlebens des kämpferischen Uraspekts des Lebens. Dabei wird das Kämpferische in Schöpferisches umgewandelt.

4.      Karate wird der Ort des Kampfes gegen die inneren Monster:
Angst, Zorn, Trägheit, Bequemlichkeit, destruktive Impulse, der "alles-sofort"- und der "alles-oder-nichts"-Einstellung.


Wie hoch ist das Verletzungsrisiko?

Das traditionelle (nicht Vollkontakt-) Karate birgt ein geringes Verletzungsrisiko. Auf der Ebene Breitensport ist die Gefahr, sich im Karate-Training zu verletzen geringer als in den meisten Mannschaftssportarten. Selbst bei sportlichen Wettkämpfen kann dank klaren Reglementen die Zahl der Unfälle sehr niedrig gehalten werden. 

 



 

 



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