KARATE ODER DIE KAMPFKUNST DER LEEREN HÄNDE


Karate (japanisch: die Kunst des Fechtens mit der leeren Hand) in der heutigen Form findet seinen Ursprung vor allem auf der Japan vorgelagerten Insel Okinawa und in Ost-China. Der seit dem 14. Jahrhundert stattfindende rege Austausch über den Seeweg mit Ost-China und mit Japan, der die Insel Okinawa und das dort herrschende gesellschaftliche Leben stark beeinflusst hat, war dabei von grosser Bedeutung. Ein bereits früher erlassenes Verbot, Waffen zu tragen, wurde nach der Annektierung Okinawas durch Japan 1609 aufrecht erhalten, und hat schliesslich zur Entwicklung einer waffenlosen Kampfkunst geführt, bei der der Körper die Funktion der verschiedenen Waffen übernimmt.

Die Kunst der leeren Hände, die schliesslich über Okinawa nach Japan kam und dort vor allem in den letzten hundert Jahren zum heutigen Karate-Do weiterentwickelt wurde, hat heute eine grosse kulturelle wie, vor allem in den westlichen Industrienationen, auch vermehrt eine sportliche Bedeutung erlangt. In unzähligen Dojos (japanisch: Ort des Wegs – das Dojo ist der Trainingsraum für japanische Kampfkünste) wird auch in der Schweiz Karate trainiert. Die Kunst des Kämpfens mit der leeren Hand soll allerdings nicht eine Kunst des Kämpfens mit leeren Köpfen sein. So achtet ein Dojo-Leiter, der Sensei (japanischer Ausdruck für Meister, hier Meister des Karate), darauf, dass mit dem Erlernen der Kampftechnik auch Werte wie etwa Respekt und Höflichkeit, Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft vermittelt und verankert werden.

Shotokan-Karate (Shoto, japanisch: Ort des Shoto, nach dem Gründer Funakoshi Gichin, der das okinawanische Shuri-Te-Karate unter seinem „Künstler“-Namen „Shoto“ nach Japan brachte) ist in unseren Breitengraden ein weit verbreiteter spektakulärer Karate-Stil. Eines dieser Dojos, befindet sich an der Oberdorf 8 in Altishofen. Andere unsere Trainingsort ist im Zofingen (Bezirkschule, Rebbergstrase 19).


TECHINIKEN (KIHON) / KATA / KUMITE 

Durch das Praktizieren von Karate über viele Jahre hinweg, verbessern wir einige grundlegende Karate-Techniken der Verteidigung und Angriff (Kihon), und Kombinationen davon. Wenn diese Techniken klar definiert sind und, wenn sie in eine bestimmte Richtung durchgeführt wir, und wir uns dabei einen Kampf mit einem oder mehreren Gegnern vorstellen, dann sprechen wir von einer Kata.

Wenn Techniken in mehr oder weniger freier Form mit einem Partner durchgeführt werden, dann können wir sagen, dass wir Kumite praktizieren.
Katas (kein Kontakt mit einem Gegner) und Kumite (mit einem Gegner kontrolierten Kontakt haben) sind zwei Formen des Wettbewerbs bei heutigen Karate-Turnieren. Es kann in Einzel-und Team Formen annehmen. Beide Karate Disziplinen sind gleich wichtig für den Karateka (Karate-Praktizierender) ebenso bei der Prüfung für einen Schülerrang (Kyu) oder Maisterrang (Dan) Rang müssen diese Disziplinen demonstriert werden. So sollten diese nebeneinander und gleichbedeutend trainiert werden.

 

                                                                                                                                D. Stakic

Karate Technik KIHON

Jede/r KarateschülerIn wird Karate mit Kihon (Grundschule) beginnen. Die Techniken werden dabei mit definierten Ständen und Bewegungsabläufen geübt.

Schrittstellungen

Fast jede Art zu stehen ist im Karate als Stand definiert. Die drei häufigsten Schrittstellungen für das Shotokan sind Zenkutsu-Dachi, Kiba-Dachi und Kokutsu-Dachi

Die meisten Grundtechniken werden aus Zenkutsu-Dachi heraus geübt. Der Stand ist vorwärtsorientiert und eignet sich gut für Angriffs- und Abwehrtechniken. Es ist eine offensive Schrittstellung mit einer hohen Stabilität nach vorne und hinten.

Der Kiba-Dachi ist ein seitwärts orientierter Stand. Er eignet sich besonders als Ausgangsstellung für den Seitwärtsfusstritt (Yoko-Geri).

Der Kokutsu-Dachi ist defensiv. Er eignet sich gut, um Angriffstechniken auszuweichen. Das stark gebeugte hintere Bein ermöglicht dann ein kraftvolles nach-vorne-Kommen, um z.B. nach einem Block einen Gegenangriff auszuführen

Abwehrtechnik/Block

Damit ich mich sinnvoll verteidigen kann, muss ich als erstes eine Angriffshandlung abwehren. Der Körper wird etwas abgedreht um die Angriffsfläche zu verkleinern und darüber hinaus ist dies eine gute Ausgangsposition für einen Gegenangriff, der nun kraftvoll aus der Hüfte erfolgen kann. Blocktechniken gibt es für unterschiedliche Angriffshöhen.

Faust-/Handtechniken

Dies ist die am häufigsten geübte Technik im Karate. I.d.R. fängt jede/r AnfängerIn damit an (mit Oi-Zuki). Es treffen die Knöchel von Zeige- und Mittelfinger auf. Bei den Handtechniken werden die Techniken mit offener Hand durchgeführt.

Fusstechniken

Dies sind sicherlich die eher spektakulären Techniken im Karate. Fusstechniken sind sehr kraftvoll und geeignet, grössere Distanzen zu überwinden. Der Fuss wird ins Ziel geschnappt/gestossen und wieder zum Knie zurückgezogen. Dieses kontrollierte Zurückziehen ist wichtig, damit man auch nach Ausführung der Technik eine grösst- mögliche Kontrolle über den Ablauf hat bzw. damit der Gegner den Fuss nicht ergreifen kann.

Bei allen Techniken, ob Block-, Faust- oder Fusstechniken, ist das Kime (japanisch "Brennpunkt", maximales Anspannen aller Muskelgruppen, um die Kraft einer Technik optimal auf den Angriffspunkt übertragen zu können) von grosser Bedeutung. Oftmals wird die Endphase von einem Kiai (Ki-ai japanisch "Energie-Begegnung", Kampfschrei, der beim Ausüben einer Technik ausgestossen wird) begleitet.

Kata

Kata (jap. , dt. „Form, Stil, Haltung“ oder seltener für „Vorschrift, Muster, Abdruck, Schablone“) ist ein Begriff aus den japanischen Kampfkünsten und bezeichnet die stilisierte Form eines Kampfes gegen einen oder mehrere reale oder imaginäre Gegner, bei der Verteidigung, Angriffe und Gegenangriffe in festgelegter Abfolge und Ausführungsart geübt werden.

Das Training der Kata zwingt die Übenden, die immer gleiche Situation ohne (oder mit nur geringen) Abweichung zu wiederholen. So werden bestimmte Grundprinzipien der Kampfkunst über einen langfristigen Prozess verinnerlicht. Kata dienen daher dem Zweck, die Essenz eines Stils zu konservieren und von einer Generation zur nächsten weiterzugeben, auch wenn andere Übungsformen von den Generationen verändert und an neue Anforderungen angepasst werden. Trotz dieses Gedankens ist zu beobachten, dass auch Kata mitunter geändert werden.

Im Normalfall werden Kata partnerlos ausgeführt. Die Anwendungsform einer Kata mit einem Partner wird Bunkai genannt.

Nachfolgend die 26 Katas des Shotokan-Karate:

Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan, Heian Yondan, Heian Godan,
Tekki Shodan,Tekki Nidan,Tekki Sandan, Bassai Dai, Bassai Shō, Empi
Jion, Hangetsu, Kanku Dai, Kanku Shō, Jitte, Ji'in, Gankaku
Nijūshiho, Chinte, Sochin, Wankan, Meikyo, Gojūshiho Dai, Gojūshiho Shō
Unsu

Filme:
Die wichtigsten Shotokan JKA-Karate-Katas als Filme

Detaillierte Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kata_(Karate)



Kumite

Kumite (組手) bezeichnet eine Wettkampf- und Trainingsform in japanischen Kampfsportarten.Im Wettkampf stellt das Kumite den Kampf zweier Gegner ohne vorherige Absprache der Techniken dar. Im Training können unterschiedliche Stufen des Kumites existieren, in denen die Angriff- und Abwehrtechniken je nach Stufe vorgeschrieben sein können.

Kumite ist im Karate eine neue Erscheinung, die sich erst im 20. Jahrhundert nach dem Vorbild der Wettkämpfe im Judo, Boxen und anderen Kampfsportarten etablierte. Das traditionelle Karate kannte kein Kumite. Der Grossmeister des Karate, Gichin Funakoshi, hat die Versportlichung des Karate mit einer gewissen Bitterkeit gesehen, da er die grundlegenden erzieherischen Werte des Karate dadurch in Gefahr sah. Letztlich stellte er aber auf Drängen seiner Schüler erste Kumiteformen zusammen, die die Wurzel der Kumiteformen im Shotokan-Karate darstellen.

Heute wird der Karateka durch ein mehrstufiges System von Kumiteformen an den Freikampf (Jiyu-Kumite) herangeführt. Dabei ist zu beachten, dass es in den unterschiedlichen Karate-Stilrichtungen auch andere Kumiteformen gibt.

Begonnen wird mit dem Kihon-Gohon-Kumite: Zwei Opponenten stehen sich gegenüber. Der Angreifer wird festgelegt und dieser stösst fünf Mal vor, während der Verteidiger abwehrt und rückwärts geht. Auf die letzte Verteidigungsaktion folgt noch ein Gegenangriff. Die Angriffs- und Abwehrtechniken sind hierbei genau festgelegt. Die Technik für den Gegenangriff ist in der Regel frei wählbar.

Das Kihon-Sanbon-Kumite entspricht dem Gohon-Kumite, es erfolgen aber nur drei (San) Angriffe und Verteidigungen.

Im Kihon-Ippon-Kumite erfolgt dann nur noch ein Angriff, unmittelbar gefolgt von Abwehr und Gegenangriff.

Die Bezeichnung Kihon weist darauf hin, dass die Techniken in ritualisierter (grundschulmässiger) Form vorgetragen werden.

Fortgeschrittene Kumiteformen umfassen unter anderem:

  • Jiyu-Ippon-Kumite: Es erfolgt eine Angriff-Abwehr-Gegenangriff-Sequenz in freier Form.
  • Okuri-Kumite: Es erfolgt nicht nur ein, sondern mehrere Angriffe, die zunächst abgewehrt werden müssen, bevor der Gegenangriff erfolgen kann.
  • Kaeshi-Kumite: Der Angreifer pariert den Gegenangriff nach einer Angriff-Abwehr-Gegenangriff-Sequenz und geht nun seinerseits zum Gegenangriff über.
  • Happo-Kumite: (Von Hachi, jap., acht) Acht Angreifer stellen sich gleichmässig verteilt um einen Verteidiger und greifen ihn (ggf. nach kurzer Ansage) an, worauf der Verteidiger mit Abwehr und Gegenangriff reagiert.
  • Jiyu-Kumite: Absoluter Freikampf, bei dem weder Angriffs-, noch Abwehrtechnik vorausgesagt werden. Die Übungspartner stehen sich frei gegenüber. Meist wird der Begriff "Jiyu-Kumite" in Bezug auf einen Wettkampf im sportlichen Sinne benutzt.

Quelle: Wikipedia




PRÜFUNG 

Das Gürtelsystem im Karate

Im Karate Training werden verschiedenfarbige Gürtel getragen. Man unterscheidet dabei zwischen Meistern (schwarze Gürtel, Dan-Grade) und Schülern (farbige Gürtel, Kyu-Grade). Als Karate-"Meister" gilt, wer die Dan-Prüfung, d.h. die Prüfung zum Schwarzgurt, abgelegt und das Dan-Diplom erhalten hat. Bei den Schülergraden wird die Gradierung zusätzlich noch durch die verschiedenen Gürtelfarben ausgedrückt.

Es gibt insgesamt 10 Dan- und 9 Kyu-Grade:

9. Kyu

Weisgurt

Der Schnee liegt auf der Landschaft.
Der Lehrer sieht den Schüler nicht
Der Schüler sieht die Lehre nicht.

8. Kyu

Gelbgurt

Der Schnee schmilzt. Die harte, gefrorene Erde leuchtet gelb.
Der Lehrer sieht nicht, ob der Schüler fruchtbar ist.
Der Schüler sieht nicht, ob aus dieser Lehre für ihn Frucht wachsen wird.

7. Kyu

Orangegurt

Die fruchtbare Erde leuchtet in der roten Abendsonne.
Der Lehrer sieht noch keine Frucht
Der Schüler keimt, kann aber noch nichts.

6. Kyu

Grüngurt

Ein Pflänzlein kommt?
Der Lehrer sieht, der Schüler versteht.
Der Schüler erkennt die Wirkung der Lehre.

5. Kyu

Blaugurt

Die Baumkrone reicht in den Himmel.
Der Lehrer sieht das Leben seines Samens.
Der Schüler sieht die Tiefe der Lehre.

4. Kyu

Blaugurt

3. Kyu

Braungurt

Der Baum hat feste Borke.
Der Lehrer sieht den Beginn selbständigen Lebens.
Der Schüler sieht, fest gewachsen, den ersten Gipfel in der Ferne.

2. Kyu

Braungurt

1. Kyu

Braungurt

1. Dan

Schwarzgurt

Das Wandeln der Stille.

.........

.........

10. Dan

Schwarzgurt


Prüfungen

Zum Erlangen des nächsthöheren Schüler- bzw. Meistergrades werden Prüfungen nach einem festen Programm und einer Wartezeit, je nach Kyu- und Dan-Graden verschieden, abgelegt. Die Programme der Prüfungen unterscheiden sich von Verband zu Verband, gelegentlich gibt es sogar Unterschiede in einzelnen Do-jo-. Das Ablegen der Prüfungen dient als Ansporn und Bestätigung des Erreichten, ähnlich wie in unserem Schulsystem. In den Prüfungen wird auf Technikausführung, Haltung, Aufmerksamkeit, Kampfgeist, Konzentration und Willen geachtet. Der Gesamteindruck entscheidet. Bei höheren Meistergraden (meist ab dem 5. Dan) erhöht sich der theoretische Prüfungsanteil erheblich. In einigen wenigen Organisationen werden diese Dangrade gar nur aufgrund besonderer Leistungen und Verdienste verliehen.

Das Recht, den jeweils nächsthöheren Gürtel zu tragen erwirbt man durch das Ablegen einer Prüfung vor einem lizensierten Prüfer, bzw. vor einer Prüfungskomission aus mehreren Prüfern.


   

WETTBEWERB

Info folgt in Kürze...

DIE RITUELLE BEGRÜSSUGNSZEREMONIE

  • Sobald der Meister oder ein von ihm befugter Sempai den Beginn des Trainings zu erkennen gibt, erfolgt die Aufstellung. Dabei stellen sich Meister und Schüler frontal zueinander auf, und nehmen den Stand Musubi-Dachi ein (Bereitschaftsstellung mit geschlossenen Fersen, die Füße werden 45 Grad nach außen gerichtet). Die Schüler bilden ein nach Gürtelfarben aufsteigend geordnete Reihe, von den Weißgürteln zur Linken bis zu den Schwarzgürteln zur Rechten. Die Reihe richtet sich nach rechts nach den höchst-graduierten Sempai aus. Dabei achten die Schüler darauf, dass ihre Zehen nicht die gedankliche Linie überschreiten, die der Sempai begründet hat; denn dies käme einer Herausforderung des Sempai gleich. 
  • Erst wenn sich der Meister zur Begrüßung hinkniet, machen es Sempai und Kohai nach. Auch hier gilt eine genau vorgeschriebene Vorgehensweise: Man hockt sich hin, sodass die Schenkel ein V bilden, wenn man jetzt hinabblicken würde. Gleichzeitig gleiten die Hände am Oberschenkel entlang bis zu den Knien. Der Rücken ist gerade, der Blick auf den Sensei gerichtet.
  • Nun berührt zuerst das linke Knie den Boden, dann folgt das rechte. Die Hände gleiten nun von den Knien zurück zu den Oberschenkeln. Die nun aufgestellten Füße werden hinabgestellt, sodass der Fußspann den Boden berührt und man bequem auf seinen Unterschenkeln Platz nehmen kann. Richtig ausgeführt, kann man so Stunden verharren. Der Rücken ist gerade, der Blick und die Aufmerksamkeit haftet noch immer am Sensei. Die Oberschenkel und die gedankliche Linie zwischen den beiden Knie begründen ein gleichschenkliches Dreieck. Die Knie sind zwei Fäuste voneinander entfernt.
  • Der Sempai führt nun weiter die Begrüßungsetikette durch. Nach einem Augenblick setzt er das Kommando: "Mokuso!". Daraufhin schließen alle die Augen. Die Meditation beginnt.
  • Während der Meditation atmet man tief und fest ein. Man stellt sich den Ki-Fluss im eigenen Körper vor, und stellt sich gedanklich auf das Training ein. Hier löst sich der Karateka gedanklich von der Alltagsroutine, und bereitet sich auf das Karatetraining vor.
  • Hält der Sempai die Zeit der Meditation für angemessen, setzt er die Begrüßung fort. Es gibt keine verbindliche Zeitangabe für die Dauer der Begrüßungsmeditation. Der Sempai spürt, wann er und die Kohai bereit sind, das Training zu beginnen. Der Sempai beendet die Meditation mit dem Kommando: "Mokuso yame!", woraufhin alle die Augen öffnen. Gleich darauf folgt das jeweilige Begrüßungskommando. In der Regel, wenn nur der Sensei anwesend ist, heißt es: "Sensei-ni rei!" Wohnen spezielle Ehrengäste oder Großmeister dem Training bei, wird ihnen zuerst, entsprechend der Rangordnung, Respekt gezollt.
  • Auf das Kommando "Sensei ni rei!" erfolgt die Begrüßung. Sie sieht folgendermaßen aus: Die linke Hand wird zuerst auf den Boden abgesetzt, sodass die Handinnenfläche den Boden berührt. Nun folgt die rechte Hand; sie wird entweder daneben abgesetzt oder leicht über der linken Hand, sodass nur die Fingerspitzen von Daumen und Zeigefinger/Mittelfinger der rechten die Fingerspitzen von Daumen und Zeigefinger/Mittelfinger der linken Hand bedecken. Jetzt wird der Oberkörper gebeugt, dass die Stirn die Finger leicht berührt. Während dieser Verbeugung im Knien sprechen Schüler und Meister den gegenseitigen Gruß: "Oss!" aus.
  • Nach der mündlichen Begrüßung ("Oss!") richtet der Karateka den Oberkörper wieder auf, nimmt also die Haltung während der Meditation wieder ein.
  • Nun steht der Meister als erstes auf, dann der Sempai. Der Sempai gibt nun entweder ein Zeichen oder das Kommando, dass sich auch die Kohai erheben mögen. Das Aufstehen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zum Abknien. Das heißt, das rechte Bein löst sich zuerst vom Boden und wird aufgestellt und im Stehen zum linken Fuß herangezogen, so dass man wieder im "Musubi-Dachi" steht. Die Handflächen liegen auf der Oberschenkelaußenseite.
  • Nun, wo sich alle im "Musubi-Dachi" gegenüberstehen, verbeugt man sich im Stehen und grüßt einander mit: "Ossu!" Der Oberkörper wird dabei in einem Winkel von ca. 30° gebeugt.
  • Nach dieser Verbeugung ist die traditionelle Begrüßung abgeschlossen. Der Meister setzt nun mit dem Training fort.

Die traditionelle Verabschiedung im Training erfolgt nach dem gleichen Muster wie die Begrüßung

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karate


WICHTIGE KARATE FACHAUSDRÜCKE

Zahlen:

Komandos:

1  ichi              6  roku
2  ni                 7  shichi
3  san              8  hachi
4  shi               9  kyu
5  go              10  ju


Angriffsstufen:
Gedan - untere Stufe (bis zum Gürtel)
Chudan - mittlere Stufe (Gürtel bis Hals)
Jodan - obere Stufe (Kopf)

Yoi - Achtung
Hajime - Anfangen, los!
Yame - Aufhören, stop!
Mawate, mawaru - Wendung, umdrehen
Rei - Verbeugen, grüßen
Sensei ni rei - Gruß zum Lehrer
Shomen ni rei - Gruß nach vorne
Otagai ni rei - Gruß an die Mitübenden
Ritsu rei - Gruß im Stehen
Mokusu - Konzentrieren
Kai Moku - Mokusu beenden
Mokusu Yame - Mokusu beenden
Tate - Aufrecht
Kiritsu - Aufstehen
Naote - relax
Naore - Schluß



Kampf - Übungsformen:



Taikai - Begriffe

Kihon - Grundschule
Kumite - Kampfschule
Yakusoku Kumite - verabredete Kampfübung
Kihon-Ippon-Kumite - Grundschulkampf ein Schritt
Gohon-Kumite - fünfmaliger Angriff
Sanbon-Kumite - dreimaliger Angriff
Jiyu-Ippon-Kumite - halbfreier Kampf
Kaeshi-Ippon-Kumite - wechselnder Kampf
Okuri-Kumite - halbfreier wechselnder Kampfe
Jiyu-Kumite - freier Kampf

Sen no sen - Initiative im Angriff
Go no sen - Initiative in der Abwehr
Sun dome - Technik wird ca 3 cm vor dem Ziel abgestoppt

Shiai - Turnier
Taikai - Wettkampf
Kata - Form, Kampf mit imaginären Gegnern
Kihon Kata - Grundform
Shitei Kata - Pflichtkata
Tokui Kata - wahlfreie Kata
Sentei Kata - empfohlene Kata

Ikken hissatsu - mit einem Schlag töten
Ichi gekki hissatsu - mit einem starken Schlag
Todome waza - entscheidende Technik
Ippon - ein Punkt, ein Schlag
Zanshin - Wachsamkeit, wacher Geist


Begriffe - Was man wissen sollte:


Karate - leere (philosophisch) Hand
Do - Weg , Kunst
Shoto - Pinienrauschen (Künstlername Funakoshis)
Kan - Halle, Gebäude
Nihon Karate Kyokai - JKA Japan Karate Association
Sensei - Lehrer, Meister, Trainer
Shihan - Großmeister
Shihan Kai - Vereinigung leitender Autoritäten der JKA
Shuseki Shihan - Chief der Shihankai
Sempai - ranghöcherer, älterer Schüler (Vorgänger)
Dojo - Übungsraum, Ort an dem man den Weg (Do) übt
Dojo kun - Dojo Regeln
So Honbu - HQ Hauptquartier
Karateka - Karatelernender
Budo - japanische Kampfkünste
Bushi - Krieger
Bushi-do - Weg des Kriegers
Ryu - Stil / Schule

Karategi - Karate-Anzug
Dogi - spezielle Budo-Bekleidung                     
Kiai - Kampfschrei
Kime - Konzentration der Kraft (Geisteskraft & Körperkraft) in einem Punkt
Seiza - Sitzen zur Meditation (ZAZEN)
Mokuso - Meditation, Konzentration
Hangeki - Angreifer
Kogeki - Verteidiger


Techniken
Abwehrtechniken - Uke:
Age Uke - Faustabwehr nach oben
Soto Uke - Vorderarm- Abwehr von außen nach innen
Uchi Uke - Vorderarm-Abwehr von innen nach außen
Shuto Uke - Handkanten-Abwehr
Tate Shuto Uke - aufrechte Handkantenabwehr
Haishu Uke - Handrücken-Abwehr
Teisho Uke - Handwurzel-Abwehr
Sukui Uke - Schaufel-Abwehr
Osae Uke - Pressblock
Tsukami Uke - Greifabwehr
etc.


Formen von Fußtritten - Keri:
Mae Geri - Fußstoß nach vorn
Yoko Geri - Fußstoß seitwärts
Yoko Geri Keage - Fußstoß seitwärts aufwärts                               geschnappt
Yoko Geri Kekomi - Fußstoß seitwärts gestoßen
Mawashi Geri - Halbkreis-Fußtritt
Han Mawashi - halber Mawashi
Ushiro Geri - Fußstoß nach hinten
Ura Mawashi - umgekehrter Mawashi
Ushiro Mawashi Geri - nach hinten gedrehter Tritt
Mikasuki Geri - Halbmondtritt
Sokuto Geri - Tritt mit der Fußkante
Tobi Geri - Fußstoß im Sprung
Rengeri - Stufen Tritte
Sonoba Geri - Standübung
etc



Formen des Fauststoßes - Tsuki:
Choku Zuki - gerader Fauststoß
Oi Zuki - gleichseitiger Fauststoß mit Schritt
Gyaku Zuki - gegenseitiger Fauststoß
Kizami Zuki - Prellstoß
Nagashi Zuki - gleitender Stoß
Age Zuki - Fauststoß nach oben geschnappt
Ura Zuki - Fauststoß auf kurze Entfernung
Kagi Zuki - Hakenschlag
Mawashi Zuki - Halbkreisschlag
Awase Zuki - beidhändiger Fauststoß
Morote Zuki - doppelter Fauststoß
Yama Zuki - Arme in Form des Kanji Berg gehalten
Renzuki - Stufen- Schläge
Sanbon Renzuki - Dreistufenschlag in der
Regel Jodan/Chudan/Chudan


Formen des Schlagens - Uchi :
Uraken Uchi - Faustrückenschlag
Kentsui/ Tetsui Uchi - Hammerfaustschlag
Empi Uchi - Ellbogenstoß (Hiji Ate)
Shuto-Uchi - Handkantenschlag
Haito Uchi - Handinnenseitenschlag




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